Mehrere Websites, ein Arbeitsbereich: Projekte, Zugriffe und Berichte im Portfolio ordnen

Ein Kölner Handwerksbetrieb mit drei Domains: eine für die Stadt, eine für das Bergische, eine alte, die noch aus einer Übernahme stammt. Drei Google-Konten, drei Zugänge, drei Tabellen — und niemand, der sagen könnte, welche der drei überhaupt Anfragen erzeugt.

Diese Lage entsteht selten aus Absicht. Sie entsteht, weil Domains nacheinander dazukommen: eine Übernahme, ein zweiter Standort, ein Produktname, den jemand vor Jahren separat registriert hat. Jede einzelne Entscheidung war vertretbar. Das Ergebnis ist ein Portfolio, das niemand mehr im Blick hat.

Im Kölner Raum kommt eine Besonderheit dazu. Weil das Umland in der Suche wie ein Teil der Stadt wirkt, aber wirtschaftlich eigene Regeln hat, arbeiten viele Betriebe bewusst mit getrennten Auftritten für Köln und für Orte wie Bergisch Gladbach, Hürth oder Leverkusen. Das kann sinnvoll sein — vorausgesetzt, man kann beide nebeneinander bewerten, statt sie abwechselnd zu betrachten.

Ausgangslage · Portfolio

Warum getrennte Auswertung teuer wird

Solange jede Domain in ihrem eigenen Werkzeug lebt, entsteht ein bestimmter Kostenblock, der in keiner Rechnung auftaucht: der Aufwand des Zusammentragens. Drei Anmeldungen, drei Exporte, eine Tabelle, in der jemand die Spalten von Hand angleicht — und am Ende eine Zahl, die niemand prüfen kann, weil sie von Hand entstanden ist.

35+
Oberflächen im Arbeitsbereich
11
angebundene externe Dienste
1
Zustimmung für Search Console, Analytics, Postfach

Der zweite, schwerer wiegende Effekt ist inhaltlich. Wer Domains getrennt betrachtet, sieht nicht, dass sie sich gegenseitig Konkurrenz machen. Zwei eigene Auftritte, die für denselben Suchbegriff antreten, teilen die Aufmerksamkeit — und die Zahl, die auf beiden Berichten steht, sieht auf jeder Seite ordentlich aus. Erst nebeneinander wird sichtbar, dass eine Seite die andere ausbremst.

Der einfachste Test. Suchen Sie Ihren wichtigsten Begriff und zählen Sie, wie viele Ihrer eigenen Domains in den ersten drei Ergebnisseiten auftauchen. Mehr als eine ist kein Erfolg, sondern ein Hinweis darauf, dass zwei Auftritte dieselbe Rolle spielen wollen.

Ein dritter Effekt betrifft die Arbeitszeit derer, die keine Berichte lesen, sondern erstellen. In Betrieben mit drei bis fünf Domains verbringt die zuständige Person regelmäßig einen halben Arbeitstag im Monat damit, Exporte zusammenzuführen und Spalten anzugleichen. Auf ein Jahr gerechnet sind das sechs Arbeitstage, die kein Ergebnis erzeugen, sondern nur Daten in eine vergleichbare Form bringen. Diese Zeit taucht in keiner Kostenrechnung auf, weil sie als selbstverständlich gilt — sie ist aber real und lässt sich beziffern.

Struktur · Mandanten

Wie ein gemeinsamer Arbeitsbereich das ordnet

Der Ansatz von Semalt setzt an dieser Stelle an: nicht ein Werkzeug je Website, sondern ein Arbeitsbereich, in dem mehrere Domains, mehrere Google-Konten und mehrere Personen nebeneinander bestehen — mit Filtern, die über alles hinweg greifen.

Mandantenfähigkeit · Aufbau

Drei Bausteine, die zusammen die Ordnung ergeben

Keiner davon ist spektakulär. Erst gemeinsam lösen sie das Problem der verteilten Zugänge.

Grundfunktion
  • Verknüpfte Gruppen von Google-Konten. Mehrere Google-Zugänge werden zu einer Gruppe zusammengefasst. Die Search-Console-Properties liegen dann nicht mehr in getrennten Silos, sondern in einer gemeinsamen Übersicht.
  • Ausgabe einzelner Websites an fremde Adressen. Eine Domain lässt sich an eine andere E-Mail-Adresse übergeben — an eine externe Fachkraft, an den Verantwortlichen des zweiten Standorts —, ohne den gesamten Bestand zu öffnen.
  • Website-Kennzeichnungen als übergreifender Filter. Eine Kennzeichnung wie „Köln", „Bergisches Land" oder „Altbestand" gilt in allen Ansichten gleichzeitig und trennt Auswertungen, ohne die Daten zu zerreißen.
1
Arbeitsbereich für alle Domains
n
Google-Konten in einer Gruppe
0
geteilte Passwörter nötig

Der dritte Punkt ist im Alltag der wirksamste. Kennzeichnungen erlauben es, dieselbe Datengrundlage in verschiedenen Schnitten zu betrachten, ohne für jeden Schnitt eine eigene Auswertung anzulegen. Der Bericht für die Geschäftsführung filtert auf alle Domains, der Bericht für den Standortleiter im Bergischen auf eine Kennzeichnung — dieselben Zahlen, verschiedene Ausschnitte.

Wichtig ist dabei, was diese Struktur nicht leistet. Sie legt keine Domains zusammen, sie fasst keine Kampagnen zusammen und sie ersetzt keine Entscheidung darüber, welcher Auftritt welche Rolle spielt. Sie schafft ausschließlich die Voraussetzung dafür, diese Entscheidung auf Grundlage vergleichbarer Zahlen zu treffen. Wer erwartet, dass ein gemeinsamer Arbeitsbereich das Portfolio-Problem löst, wird enttäuscht; wer erwartet, dass er es sichtbar macht, bekommt genau das.

Übersicht · Portfolio

Was man erst im Nebeneinander sieht

Sobald die Domains in einer Ansicht liegen, treten Muster hervor, die in Einzelberichten unsichtbar bleiben. Vier davon kommen so regelmäßig vor, dass sie beim ersten gemeinsamen Blick fast immer dabei sind.

Konkurrenz

Zwei eigene Domains, ein Begriff

Beide ranken mittelmäßig. Zusammengelegt stünde eine deutlich besser da als beide getrennt.

  • Im globalen Ranking sofort sichtbar
  • Entscheidung: eine führt, eine leitet weiter
Altlast

Die Domain, die niemand mehr pflegt

Aus einer Übernahme, seit Jahren unverändert, verbraucht aber Aufmerksamkeit und Verweise.

  • Klicks je Domain im Vergleich
  • Weiterleiten schlägt Weiterlaufenlassen
Verteilung

Achtzig Prozent auf einer Domain

Eine Website trägt fast alles, die anderen liefern Restwerte — ohne dass jemand es beziffert hätte.

  • Budget folgt oft der falschen Domain
  • Kennzeichnungen machen es sichtbar
Saison

Gegenläufige Kurven

Der Messeauftritt bricht im Sommer ein, das Wartungsgeschäft läuft dann an. Zusammen ergibt sich eine ruhige Linie.

  • Gesamtzahl verdeckt beide Bewegungen
  • Getrennte Kennzeichnung zeigt sie

Der letzte Punkt trifft Kölner Betriebe besonders. Wer Messegeschäft und laufendes Geschäft unter zwei Domains führt, sieht in der Summe eine erfreulich stabile Kurve — und übersieht, dass die eine Hälfte einbricht, während die andere zulegt. Zwei Kennzeichnungen genügen, um beide Bewegungen wieder sichtbar zu machen.

Ein fünftes Muster kommt seltener vor, ist aber das folgenreichste: Domains, die technisch nicht vergleichbar sind. Wenn eine Website Adressen mit Schrägstrich am Ende führt und die andere ohne, wenn die eine eine Sitemap hat und die andere nicht, wenn auf der einen die Sprachversionen sauber verknüpft sind und auf der anderen nicht, dann vergleicht man beim ersten gemeinsamen Blick Äpfel mit Birnen. Diese Angleichung gehört an den Anfang jeder Portfolio-Betrachtung und ist Teil der technischen Grundlagen, die unser technisches SEO beschreibt.

Der Aufwand dafür ist überschaubar und einmalig. Der Nutzen ist es nicht: Alles, was danach an gemeinsamer Auswertung entsteht, steht auf einer belastbaren Grundlage. Wer diesen Schritt überspringt, diskutiert ein Jahr lang über Unterschiede, die aus der Messung stammen und nicht aus dem Markt.

Getrennte Auftritte, ein ArbeitsbereichDomainDomainDomainweitereein ArbeitsbereichProjekteZugriffeBerichte
Ein Exportportfolio wächst domainweise; zusammengefasst wird nicht der Bestand, sondern die Sicht darauf.
Vergleich · Rangliste

Das globale Ranking über den Bestand

Die Positionsverfolgung führt eine Rangliste über alle verfolgten Domains hinweg, mit zusammengefasstem Ranking-Wert je Website, durchschnittlicher Position, Zahl der Keywords und einer Trendkurve über achtundzwanzig Tage. Das klingt nach einer Kennzahl mehr; in der Praxis ist es die Ansicht, die Prioritäten entscheidet.

AnsichtFrage, die sie beantwortetTypische Konsequenz
Ranking-Wert je DomainWelche Website steht insgesamt am besten da?Budget dorthin, wo der Hebel liegt
Keyword-Anzahl je DomainWie breit ist der Auftritt aufgestellt?Breite gegen Tiefe abwägen
Beste Seiten je DomainWelche einzelne Seite trägt das Ergebnis?Diese Seite zuerst schützen und ausbauen
Wettbewerber im Keyword-FeldWer teilt sich mit uns dieselben Begriffe?Auch eigene Domains erscheinen hier
Trendkurve über 28 TageWohin bewegt sich das Portfolio gerade?Kurzfristige Reaktion statt Jahresrückblick

Die vierte Zeile enthält die unbequemste Erkenntnis. In der Wettbewerberansicht tauchen nicht nur fremde Domains auf, sondern auch die eigenen, wenn sie dieselben Begriffe besetzen. Für viele Betriebe ist das der Moment, in dem die Zweitdomain zum ersten Mal als das erkannt wird, was sie tatsächlich ist: ein Mitbewerber im eigenen Haus.

Vorsicht bei der Konsequenz. Aus dieser Erkenntnis folgt nicht automatisch, dass eine Domain abgeschaltet gehört. Eine Weiterleitung kann jahrelang aufgebaute Verweise mitnehmen — oder sie verlieren, wenn sie falsch gesetzt wird. Diese Entscheidung gehört geprüft und dokumentiert, nicht an einem Nachmittag getroffen.
Zusammenarbeit · Zugriffe

Wer darf was sehen

Sobald mehr als eine Person beteiligt ist, wird die Zugriffsfrage praktisch. Der übliche Zustand in kleineren Betrieben ist ein gemeinsam genutztes Google-Konto, dessen Passwort im Umlauf ist. Das funktioniert, bis jemand geht.

  • Externe Fachkraft. Bekommt genau die Domain, an der sie arbeitet, auf ihre eigene Adresse. Endet die Zusammenarbeit, endet der Zugriff — ohne Passwortwechsel und ohne Nebenwirkungen für andere Websites.
  • Standortverantwortliche. Sehen die Auswertung ihrer Kennzeichnung. Der Kollege im Bergischen braucht nicht die Kölner Zahlen, um seine eigenen zu verstehen.
  • Geschäftsführung. Braucht keinen Zugang zur Arbeitsebene, sondern einen kurzen Bericht über alles. Ein PDF mit bis zu 250 Zeilen, versehen mit Logo und Hausfarben, erfüllt diesen Zweck vollständig.
  • Steuerlicher Berater oder Beirat. Braucht Vergleichbarkeit über Zeiträume, nicht Aktualität. Ein fester Export je Quartal ist hier mehr wert als ein Live-Zugang, der ohnehin nicht genutzt wird.

Der praktische Gewinn liegt weniger in der Sicherheit als in der Ruhe. Wenn jede Rolle genau das sieht, was sie braucht, entfallen die Rückfragen, die entstehen, wenn jemand eine Zahl sieht, die für ihn nicht gemeint war. Wie sich Zuständigkeiten und Berichtswege sauber trennen lassen, ist auch Teil unserer Local-SEO-Arbeit bei Betrieben mit mehreren Standorten.

Vorher

Ein Konto für alle

Ein Google-Zugang, dessen Passwort mehrere Personen kennen. Änderungen lassen sich niemandem zuordnen.

  • Beim Personalwechsel Passwortwechsel für alle
  • Keine Nachvollziehbarkeit von Änderungen
Nachher

Eine Adresse je Person

Jede Person arbeitet unter der eigenen Adresse und sieht genau die Websites, für die sie zuständig ist.

  • Zugriff endet gezielt und ohne Nebenwirkung
  • Entscheidungen bleiben zuordenbar

Ein Detail, das im Kölner Mittelstand regelmäßig für Erleichterung sorgt: Die Verbindung zu Google erfolgt über eine einzige Zustimmung, die Postfach, Search Console und Analytics gemeinsam abdeckt. Das ersetzt drei getrennte Einrichtungsschritte durch einen — und beseitigt die häufigste Ursache dafür, dass eine der drei Anbindungen nach einigen Monaten unbemerkt abgelaufen ist.

Bericht · Formate

Berichte, die tatsächlich gelesen werden

Der Berichtsbaukasten erlaubt eigene Zusammenstellungen mit Logo und Hausfarben. Wichtiger als die Gestaltung sind die Grenzen der Formate, weil sie bestimmen, was in welchen Bericht gehört.

10 000
Zeilen je CSV- oder JSON-Export
250
Zeilen je PDF, serverseitig erzeugt
50–200
Zeilen je Tabellenseite

Daraus ergibt sich eine einfache Aufteilung: Alles, was jemand liest, gehört ins PDF und bleibt unter 250 Zeilen. Alles, womit jemand weiterarbeitet, gehört in den Export und darf bis zu zehntausend Zeilen umfassen. Die Zeitreihen, Kennzahlkarten, sortierbaren Tabellen, Verlaufslinien und Landkarten nach Land und Gerät sind in beiden Wegen verfügbar — die Frage ist nur, ob sie angesehen oder weiterverarbeitet werden.

Praktischer Hinweis für Portfolios. Erzeugen Sie je Kennzeichnung einen eigenen kurzen Bericht und zusätzlich einen Gesamtbericht, der nur die Domainzeilen und die Trendrichtung enthält. Diese Kombination beantwortet in einer Sitzung beide Fragen, die tatsächlich gestellt werden: Wie läuft es insgesamt, und woran liegt es.

Zur Gestaltung noch ein Wort, weil sie öfter unterschätzt wird als überschätzt. Ein Bericht mit eigenem Logo und den Hausfarben wird in Kanzleien, Beratungen und Handwerksbetrieben mit Beirat spürbar häufiger weitergereicht als eine neutrale Werkzeugausgabe. Das hat nichts mit Eitelkeit zu tun: Ein Dokument, das aussieht wie ein Dokument des Hauses, wird als Aussage des Hauses gelesen — und nicht als Ausdruck aus einem fremden System, dessen Herkunft erst erklärt werden muss.

Für die laufende Arbeit ist ein anderer Punkt wichtiger: Die Auswertungen aktualisieren sich fortlaufend im Hintergrund, ein manuelles Neuladen entfällt. Wer den Semalt-Arbeitsbereich morgens öffnet, sieht den Stand von gestern — abzüglich der zwei Tage Verzug, mit denen die Search-Console-Daten grundsätzlich eintreffen.

Assistent · Verlauf

Der Verlauf je Projekt

Zu jedem Projekt gehört ein chronologischer Verlauf, in dem alles zusammenläuft, was passiert ist: Antworten des Assistenten, automatisch erzeugte Auswertungen, neu entstandene Verweise mit Domain-Rating und Traffic der verweisenden Seite, offene und erledigte Aufgaben sowie Meldungen zur Kampagne. Gefiltert wird nach allem, Verweisen, Dateien oder Aufgaben; Aufgaben können aktiv, zurückgestellt oder abgebrochen sein.

My SEO Stream · Arbeitsweise

Warum der Verlauf bei mehreren Domains besonders zählt

Bei einer Website erinnert man sich noch. Bei fünf nicht mehr — und dann entscheidet die Aufzeichnung.

Je Projekt enthalten
  • Antworten mit Projektbezug. Für jede Frage entscheidet ein vorgeschaltetes Routing, welche Datenblöcke geladen werden — Search Console, SERP, Kampagne oder eigene Angaben, je nach Relevanz null bis drei.
  • Ausgabe Token für Token. Antworten erscheinen fortlaufend, der Gesprächsverlauf reicht bis zu zwanzig Nachrichten zurück.
  • Verweise mit Kennzahlen. Jeder neue Verweis erscheint mit Domain-Rating und Traffic der verweisenden Seite — nicht als bloße Zeile in einer Liste.
  • Volltextsuche über alle Nachrichten. Die entscheidende Funktion bei mehreren Projekten: Was wurde vor sieben Monaten zu dieser Domain entschieden, und warum?
0–3
geladene Datenblöcke je Frage
20
Nachrichten Gesprächshistorie
4
Filter: alle, Verweise, Dateien, Aufgaben

Die Volltextsuche über alle Nachrichten ist die Funktion, deren Wert man erst nach einem Jahr bemerkt. Wer fünf Domains betreut, kann sich nicht erinnern, warum im März eine Weiterleitung gesetzt wurde. Eine durchsuchbare Aufzeichnung beantwortet diese Frage in dreißig Sekunden statt in einem halben Tag Archivarbeit.

Für Portfolios lohnt eine bewusste Aufgabenpflege im Verlauf. Aufgaben können aktiv, zurückgestellt oder abgebrochen sein, und gerade die mittlere Kategorie ist bei mehreren Domains nützlich: Vieles ist nicht falsch, sondern nur gerade nicht dran. Ein zurückgestellter Punkt bleibt auffindbar, ohne die Liste der laufenden Arbeiten zu belasten. Wer stattdessen alles offen lässt, hat nach einem Jahr eine Liste, die niemand mehr durchsieht — und wer alles abbricht, verliert die Begründungen.

Bei fünf Domains und drei Beteiligten ist der Verlauf damit weniger ein Komfortmerkmal als die eigentliche Arbeitsgrundlage. Er beantwortet die drei Fragen, die in Portfolio-Besprechungen tatsächlich gestellt werden: Was ist passiert, wer hat es entschieden, und warum steht es noch offen. Der Assistent in My SEO Stream nimmt dabei auch Listen von Begriffen und Adressen paketweise entgegen, was den Weg über Zwischentabellen erspart.

Vorgehen · Ordnung schaffen

Wie man ein gewachsenes Portfolio ordnet

Zum Schluss der praktische Teil. Ein Portfolio, das über Jahre entstanden ist, lässt sich in überschaubaren Schritten ordnen — vorausgesetzt, man beginnt mit der Bestandsaufnahme und nicht mit dem Aufräumen.

SchrittTätigkeitErgebnis
1Alle Domains auflisten, auch die vergessenenvollständige Liste statt gefühlter Bestand
2Google-Konten zu einer Gruppe verknüpfengemeinsame Übersicht der Properties
3Kennzeichnungen vergeben: Stadt, Umland, AltbestandFilter, der in allen Ansichten greift
4Globales Ranking und Wettbewerberansicht prüfeneigene Domains, die sich behindern
5Je Rolle einen Bericht festlegenEnde der Sammelmails an alle
6Entscheidungen im Verlauf festhaltennachvollziehbare Historie

Der dritte Schritt lohnt besondere Sorgfalt. Kennzeichnungen, die man später ändern muss, verursachen mehr Aufwand als sie sparen. Bewährt haben sich wenige, klar getrennte Kategorien entlang der wirtschaftlichen Realität — nicht entlang der Technik. „Bergisches Land" ist eine brauchbare Kennzeichnung. „WordPress" ist es nicht.

Wer Portfolio-Übersicht, globales Ranking, Kennzeichnungen und Berichte an den eigenen Domains sehen möchte, statt sie nachzubauen, findet sie zusammen im Semalt-Dashboard. Die inhaltliche Vorarbeit — welche Domain welche Begriffe führen soll — beschreibt unsere Keyword-Recherche; ohne diese Zuordnung bleibt auch die beste Übersicht folgenlos.

Portfolio-Übersicht im Dashboard öffnen

FAQ · Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Lohnt sich ein gemeinsamer Arbeitsbereich schon bei zwei Domains?

Ja, aber aus einem anderen Grund als bei zehn. Bei zwei Domains geht es nicht um Verwaltungsaufwand, sondern um die Frage, ob sich die beiden Auftritte gegenseitig behindern. Diese Frage lässt sich nur im Nebeneinander beantworten, und sie ist bei zwei Domains genauso relevant wie bei zwanzig.

Was passiert mit der alten Domain aus einer Übernahme?

Zuerst messen, dann entscheiden. Prüfen Sie, wie viele Klicks sie noch erzeugt und ob Verweise von außen auf sie zeigen. Sind beide Werte nennenswert, ist eine saubere Weiterleitung auf die entsprechenden Zielseiten der bessere Weg als Abschalten. Sind beide Werte nahe null, kostet die Domain nur Gebühr und Aufmerksamkeit. Die Entscheidung sollte in beiden Fällen dokumentiert werden — sie lässt sich sonst später nicht mehr nachvollziehen.

Kann eine externe Fachkraft nur eine Website sehen?

Ja. Einzelne Websites lassen sich an eine fremde E-Mail-Adresse ausgeben, ohne dass der übrige Bestand sichtbar wird. Das ist der praktische Ersatz für das gemeinsam genutzte Passwort und hat den angenehmen Nebeneffekt, dass der Zugriff beim Ende der Zusammenarbeit gezielt entfernt werden kann.

Wie viele Kennzeichnungen sind sinnvoll?

So wenige wie möglich. Drei bis fünf, die der wirtschaftlichen Aufteilung folgen, sind für die meisten Betriebe genug: Stadt, Umland, Altbestand — oder Kerngeschäft, Saisongeschäft, Projekte. Zwanzig Kennzeichnungen erzeugen wieder genau die Unübersichtlichkeit, die sie beseitigen sollten.

Brauchen wir für jede Domain eine eigene Kampagne?

Kampagnen werden je Domain gebucht, die Auswertung liegt trotzdem gemeinsam. Das heißt in der Praxis: Man kann eine Domain aktiv bearbeiten und zwei weitere nur beobachten, ohne die Übersicht zu verlieren. Für Portfolios, in denen eine Website achtzig Prozent des Ergebnisses trägt, ist das oft die wirtschaftlichere Aufteilung.

Was ist der häufigste Fehler beim Aufräumen eines Portfolios?

Zu früh abschalten. Eine Domain ohne Klicks kann trotzdem wertvolle Verweise tragen, die beim Abschalten verloren gehen. Die Reihenfolge lautet deshalb immer: erfassen, messen, entscheiden, weiterleiten — und erst danach abschalten, wenn überhaupt. Der zweithäufigste Fehler ist, diese Entscheidungen nicht festzuhalten; ein Jahr später weiß niemand mehr, warum eine Weiterleitung existiert, und sie wird versehentlich entfernt.

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